Schule und Demokratie: Früh übt sich, wer teilhaben will.

Es ist Freitagmorgen, 10.00 Uhr, und ein freudiges Gewusel nimmt sein Ende. Vierundzwanzig Stühle, im Musikraum zum Kreis aufgestellt, sind besetzt mit Kindern aus den Klassen 2 bis 4 der Grundschule Wennigsen. „Wie schön, aus jeder Klasse einen Schüler und eine Schülerin, in dieser Runde anzutreffen. Ich freue mich auf den heutigen Schülerrat und das ich hier zu Gast sein darf.“ so Kerstin Liebelt bei der einführenden Begrüßung zu den Kindern.

Beim heutigen Schülerrat waren die Kinder dazu aufgefordert, ihre Aufgaben zu bewerten, indem sie die Kategorien „rot = ist keine Aufgabe des Schülerrates“ oder „gelb = ist manchmal Aufgabe des Schülerrates“ oder „grün = ist Aufgabe des Schülerrates“ zugeordnet haben. Bei manch einer Karte hat die Gruppe nach einer Diskussion gemeinsam entschieden, wo die Aufgabe verbleiben soll.

Die Idee zu dem Besuch hatte sich letztes Jahr am bundesweiten Vorlesetag ergeben, bei dem Kerstin Liebelt in der Gemeindebücherei Wennigsen unter anderem der 1b der benachbarten Grundschule(GS) vorlas.

Das Konzept, die Schülerinnen und Schüler der GS mit einem Schülerrat in die Gestaltung ihres Umfeldes und somit Entscheidungen einzubeziehen, ist gemeinhin keine Selbstverständlichkeit. „Im Schülerrat werden Missstände aufgedeckt, Schülerwünsche umgesetzt und Informationen weitergeleitet. Er hilft und trägt dazu bei, dass sich alle Kinder an unserer Schule wohl fühlen“ beschreibt die Schulleiterin Hanna Rojczyk die Aufgabe und Funktion des Schülerrates.

Die pädagogische Arbeit wird in naher Zukunft in die Hände von Indra Krunig übergehen, die als Sozialpädagogin an der GS tätig ist und schon an der Planung für die Teilnahme an der Kinderkonferenz am 5. Juni 2019 im Niedersächsischen Landtag ist.