Ronnenberg sagt: „Nein!“

Paul Krause, Kerstin Liebelt und Rüdiger Wilke

Hannover/Ronnenberg – Ein deutliches Signal gaben rund 300 Bürgerinnen und Bürger aus Ronnenberg und Weetzen am Donnerstag Nachmittag in der Hannoveraner City. Auf Initiative der „Bürgerinitiative Ronnenberg – Bauschuttdeponie – Nein Danke!“ waren sie in die Landeshauptstadt gekommen, um vor der Zentrale des möglichen Deponiebetreibers unter dem Motto „Stoppt diesen Wahnsinn“ gegen die Pläne zu demonstrieren. Buhrufe und Trillerpfeifen machten die Stimmung auch hörbar.

Anscheinend ignoriert die Firma die einstimmig verabschiedete Resolution des Rates der Stadt Ronnenberg, der die Pläne unmißverständlich ablehnt, ebenso wie eine Initiative von SPD, CDU und Grünen in der Regionsversammlung mit gleichem Tenor. Auf die Ratsresolution hatte sie erst gar nicht reagiert.

SPD-Vorsitzender Rudi Heim: „Wir haben den Eindruck gewonnen, dass die Firma unabhängig vom Bürgerwillen ihr Projekt einfach durchziehen will. Jetzt soll sogar eine Agentur die Pläne verdaulicher machen.“ Das zeige, so Ratsmitglied Heim, dass der Deponiebetreiber entweder nicht hingehört hat oder seine Ziele einfach nur konsequent gegen den ausdrücklichen Willen der Bevölkerung durchdrücken will: „Die Bürgerinnen und Bürger wollen keine verbale oder optische Kosmetik, erst Recht keine Mogelpackung, sondern überhaupt keine Deponie. Das ist die zentrale gemeinsame Botschaft!“

Unterstützung fand die Position der Bürgerinitiative auch durch die SPD-Landtagsabgeordnete Kerstin Liebelt („Ich unterstütze die Forderungen der Initiative“), den Regionsabgeordneten Paul Krause sowie den Weetzer Ortsbürgermeister Rüdiger Wilke.

Liebelt kündigte an, dass der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD) zugesat hat, im Frühsommer nach Ronnenberg zu kommen, um sich die Situation vor Ort anzusehen.