Kerstin Liebelt vor Ort

„Jetzt kommen wir beim Thema „Lebensraum des Bibers“ einen großen Schritt weiter.“, sagt Kerstin Liebelt SPD-Landtagsabgeordnete im Wahlkreis Hemmingen, Ronnenberg, Springe und Wennigsen. „Umweltminister Olaf Lies teilte mir heute mit, dass die erforderlichen, finanziellen Mittel für die Durchführung eines „Bibermonitoring“ in der Leinemasch wie auch dem Calenberger Land zur Verfügung stehen.“

Dem Entscheid war ein Ortstermin am Biberdamm in Ronnenberg nahe der Kückenmühle vorausgegangen. Zur Besichtigung trafen sich Minister Lies, die SPD-Abgeordneten Kerstin Liebelt und Dr. Silke Lesemann, die Leiterin des Fachbereiches Umwelt bei der Region Hannover Sonja Papenfuß, Eckardt Baumgarte Verbandsvorsitzender des GLV52 mittleren Leine und Günter Wolters Geschäftsführer des GLV52, Kai-Uwe Krüger Ökologische Station Mittleres Leinetal und Wolfgang Fiedler Teamleitung Naturschutz West Region Hannover.

Im Zuge der Begehung und der damit verbundenen Informationen über die Biberpopulation in der Region Hannover, den Nutzen und Mehrwert in den Gewässern rund um Hannover und die Erläuterung von möglichen Belastungen für die Landwirtschaft „wurde schnell klar, dass wir für ein gelungenes Miteinander von Tier und Mensch eine genauere Beobachtung und Bewertung von Raum-, Futter- und Schutzbedarf erforderlich ist.“ so Liebelt.

Auch der Minister zeigte sich einmal mehr beeindruckt davon, dass Biber durch ihre Dammbauten dem Natur– und vor allem dem Wasserschutz dienen. Denn, laut Papenfuß, entstehen hinter den Dämmen Biotope und in den abgenagten Bäumen fühlen sich Insekten wohl. Dennoch gibt es Befürchtung der Landwirte, die ihre Äcker an Gewässerrändern haben, dass es durch Überflutungen zu Ernteausfällen kommt. Die Kommunen hegen Bedenken in Bezug auf eventuelle Belastungen für Regenwasserkanalisationen, Kläranalgen bzw. den Hochwasserschutz.

Maßnahmen um diesen Gefahren entgegen zu steuern, stellte Sonja Papenfuß vor. Der Vorschlag ein Biber-Management als Pilotprojekt bei der Region Hannover und den Unterhaltungsverbänden anzusiedeln, stieß bei Kerstin Liebelt und Olaf Lies sofort auf offene Ohren. Sie teilten die Auffassung, dass das Land Niedersachsen sich an diesem Projekt beteiligen soll.

„So eine Einigkeit in so kurzer Zeit herzustellen, ist oftmals nicht möglich,“ und so freute sich Kerstin Liebelt und dankte auch dem Umweltminister für sein Kommen und sein Engagement. Der Termin war erfolgreich und legte den Grundstein für ein harmonisches Zusammenleben von Mensch und Biber.