Sommertour – 2020 Kinderacker in Hiddestorf

„Guck mal Elisabeth, die is‘ ja gelb. Unsere Bohnen Zuhause sind grün, ist die kaputt?“. Ich höre zu und erlebe, wie Elisabeth Seiler aus dem Vorstand der Heuhüpfer e.V. zusammen mit den Kindern am Rande eines eingezäunten Beetes hockt und erklärt, welches Gemüse im Spätsommer geerntet werden kann. “Die ist nicht kaputt, wir haben in unserem Gemüsebeet viele verschiedene Sorten von Bohnen ausgesät. Schaut mal,“ so Elisabeth Seiler weiter„ wir haben lila und auch grüne Bohnen.“

Ich bin zum Besuch beim Kinderacker des Heuhüpfer e.V., Lernort Kampfelder Hof in Hiddestorf, der in seinem Leitbild Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) verankert hat. „Der Verein,“ so erläutert mit Frau Seiler,“ möchte Zusammenhänge zwischen Lebensmittelproduktion, Kulturlandschaft, Umwelt, Gesundheit, Ökonomie, Ökologie vor Ort und weltweit begreifbar machen.“ Und so kann ich mit Freude beobachten, wie die übersprudelnde Neugier der Kinder und das Wissen einiger Kinder, die schon das zweite oder dritte Mal an einem „Kinderacker“ teilnehmen, dazu führen, dass auch ich neues Wissen mit nach Hause in meinen Garten nehme.

Neben den üblichen Gartenarbeiten wie Säen, Pflanzen und Jäten verfolgen die Kinder auch andere interessante Projekte, die sie bei Beginn eines jeden Kinderackertages gemeinsam abstimmen. So muss der Kompost verteilt und dabei genauer untersucht werden, die Insektenhotels sind im Herbst noch nicht fertig geworden und sollen jetzt aber zum Einsatz kommen, ein Hummelkasten wartet auf seinen Einbau, kochen und essen soll zu guter Letzt nicht zu kurz kommen.

Dieser schöne Spätsommernachmittag bestärkt mich in meiner Ansicht, dass die Bildung für eine nachhaltige Entwicklung(BNE), wie sie z.B. auch im Landheim Tellkampfschule in Springe praktiziert wird, ein wichtiger Baustein eines ganzheitlichen Bildungssystemes sind, welches wir für einen bewussten Umgang mit unseren nur endlichen natürlichen Ressourcen.