Liebelt, Estorf, Hahn gemeinsam auf dem Niedersächsischen Weg

„Danke, dass Sie Zeit für das aktuelle Thema Der Niedersächsische Weg haben Herr Estorf. Es steht sicher viel Arbeit auf ihrem Hof an, umso mehr freue ich mich auf unser Gespräch.“ so die Begrüßung von Kerstin Liebelt MdL der SPD-Landtagsfraktion, Mitglied des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zu Beginn des Informationsaustausches mit Björn Estorf Bezirksverbandsvorsitzender Region Hannover Süd sowie dem Vorsitzenden des Landvolkes Hannover e.V. Volker Hahn auf dem Landwirtschaftlichen Betrieb Hof Estorf in Gestorf.

Estorf führt seinen landwirtschaftlichen Betrieb in Gestorf zur Zeit mit dem Anbau von 50% Weizen, 20% Zuckerrüben, 10% Mais und 10% Kartoffeln. Die Vielfalt des Betriebes wird unterstrichen durch zwei reine Stilllegungen, sprich Wälder/Gehölze und durch die Beteiligung bei der Initiative „Echt Grün – Eure Landwirte“, für die Estorf dieses Jahr zertifiziert wurde. So säen einige Landwirte extra einen Blühstreifen vor oder entlang der Felder mit zahlreichen bienenfreundlichen Pflanzen. Damit die Bienen im Frühling und Spätsommer keinen Nahrungsmangel leiden, sind dort sowohl früh-, mittel-, als auch spätblühende Pflanzen enthalten.

Insekten, wie die vielfältigen Wildbienen, spielen eine wichtige und große Rolle in der Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen: 75% unserer heimischen Kultur- und Wildpflanzen sind auf die Bestäubung durch Bienen und andere Insekten angewiesen! Für gute Ernten und die ökologische Artenvielfalt von Pflanzen ist es daher unerlässlich, den Insekten den Lebensraum einzuräumen, den sie verdienen. Hierfür gibt es – nicht nur für Landwirte – eine Vielzahl von Maßnahmen, um dies zu bewerkstelligen. Daraus ergeben sich natürlich auch große Chancen für den Umweltschutz zum Beispiel im Bereich Insekten, und diese Chancen sollen genutzt werden.

„Ich kann hier vor Ort direkt sehen, dass der Slogan „Wir schnacken nicht, wir packen an“ von Ihnen gelebt wird und umso mehr bin ich für die motivierte, zuverlässige und streitbare Arbeit des Landvolkes dankbar. Die maßgebliche Arbeit am Entwicklungskonzept hin zu einer deutschlandweit erstmaligen Zusammenarbeit von Landwirten, Ministerien, Verbänden, Wissenschaft und Politik für Der Niedersächsischen Weg wird auf ihrem Hof größtenteils schon umgesetzt.“ schildert Liebelt ihre Eindrücke beim Rundgang durch den Betrieb.

„Sieben Unterschriften für eine bundesweit einmalige Vereinbarung, die Landesregierung, Landvolk, Landwirtschaftskammer sowie Natur- und Umweltverbände getroffen haben – „Der Niedersächsische Weg“. In dem gemeinsamen Vertrag verpflichten sich alle Beteiligten zu großen Anstrengungen bei Natur- und Artenschutz, bei Biodiversität und beim Umgang mit der Ressource Landschaft.“ betont Volker Hahn, als Vorsitzender des Landvolkes Hannover e.V., die Verhandlungsleistung der vergangenen Monate mit Nachdruck. „Was für uns erst einmal so selbstverständlich erscheint, muss jetzt im kleinen und alltägliche hier bei uns auf dem Hof wie auch im Großen durch den Vertrag und dem danach folgenden Handeln mit Leben erfüllt werden.“ zieht Estorf sein Resümee zum Abschluss des Gespräches.